Student EXPO Berlin an der HWR: Wenn Studium, Stadt und Zukunft zusammenkommen
Am 28. Januar 2026 wurde an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin sichtbar, was möglich ist, wenn Studierende, Stadtgesellschaft und Engagement zusammenkommen. Die Student EXPO Berlin brachte über 20 Nachhaltigkeitsinitiativen aus allen Berliner Bezirken an einen Ort, initiiert von Studierenden und getragen von Neugier, Energie und dem klaren Willen zur Veränderung.
Als Global Goals Berlin e.V. durften wir dieses Format als Partner begleiten. Für uns war die Student EXPO weit mehr als eine Ausstellung. Sie war ein lebendiger Showcase dafür, wie Transformation konkret aussehen kann, lokal verankert und gleichzeitig mit globaler Perspektive.
Studierende gehen in die Stadt und bringen sie mit zurück
Im Rahmen des Projektmanagement-Kurses von Felix Wieduwilt haben 67 Studierende die Berliner Bezirke erkundet, recherchiert, Netzwerke geknüpft und bestehende Initiativen sichtbar gemacht. Das Ergebnis war ein Raum voller Ideen, Gespräche auf Augenhöhe und Nachhaltigkeit zum Anschauen, Anfassen und Mitmachen.
Vertreten waren unter anderem die KlimaWerkstatt Spandau, die Koordinierungsstelle für Natur- und Umweltbildung Treptow-Köpenick, Samariter Unverpackt, Straßenkinder e.V., Acker, fLotte Berlin e.V., der Kienbergpark von Grün Berlin, das Internationale Kulturcentrum ufaFabrik e.V., NochMall der Berliner Stadtreinigung, Tausch Dich glücklich und die Green Culture Anlaufstelle. Die Vielfalt der Ansätze zeigte eindrucksvoll, wie viel bereits passiert, oft zu leise und zu wenig sichtbar.
„Ganz Berlin eine Weltausstellung“
Christine Brummer, CEO von Global Goals Berlin e.V., brachte es vor Ort auf den Punkt:
„Ganz Berlin eine Weltausstellung, genau das haben wir hier im Kleinen gesehen. Mit so viel Neugier, Offenheit, Ideen und dieser Energie stellen wir uns die EXPO 2035 für die ganze Stadt vor.“
Diese Vision steht im Zentrum unseres Engagements. Berlin als dezentrale, transformative Weltausstellung, in der lokale Lösungen entstehen und im Austausch mit der Welt weiterentwickelt werden. Die Student EXPO hat gezeigt, wie ein solches Reallabor funktionieren kann, niedrigschwellig, partizipativ und wirksam.
Generation Z wartet nicht, sie macht
Besonders beeindruckend war der Mut zur eigenen Umsetzung. Ein studentisches Team initiierte das Projekt „Kultufer“ in Neukölln, eine Verbindung aus Maybachufer und Kultur. Ziel ist es, Studierende unterschiedlicher Berliner Hochschulen über kulturelle Formate zusammenzubringen. Begegnung statt Bubble.
Auch unser Kollege Bijan Mahdavi, selbst Student im Studiengang Unternehmensgründung und Unternehmensnachfolge und seit Jahren bei Global Goals Berlin engagiert, machte deutlich, worum es geht:
„Es sind wir, unsere Generation, die in den nächsten zehn Jahren Lösungen schaffen muss. Mit der EXPO können wir Themen angehen, die uns wirklich wichtig sind und Einfluss nehmen.“
Sichtbarkeit schafft Veränderung
Felix Wieduwilt formulierte es klar: „Es mangelt nicht an guten Ideen und Initiativen, sondern an deren Sichtbarkeit.“ Genau hier setzt die Student EXPO an und genau hier sehen wir als Verein unseren Auftrag. Denn wer zeigt, was er oder sie macht, kann etwas bewegen. Oder wie Felix es nennt: „Machen schafft Macht, im Sinne von Wirkung.“
Vom Showcase zur Umsetzung
Für uns war die Student EXPO ein erster, starker Schritt. Ein Beweis dafür, wie viel Potenzial entsteht, wenn junge Menschen Raum, Partnerschaften und echte Herausforderungen bekommen. Der nächste Schritt ist klar. Vom Zeigen ins Umsetzen. Mit KiezLabs in allen Bezirken, mit starken Netzwerken und mit der EXPO 2035 als Katalysator für bessere Lebensqualität für alle.
Informationen und Beteiligung an der weiteren Entwicklung des Formats
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