Einführung eines zentralen FASD Registers in Deutschland

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Die Alkoholexposition vor Geburt (Pränatale Alkoholexposition PAE) kann zu Fehlbildungen an Organen (Herz, Nieren, des okulären Systems), am Skelett und / oder zu Störungen des Zentralen Nervensystems (ZNS) und somit der Entwicklung, der Kognition und des Verhaltens sowie zu späteren Einschränkungen in Teillleistungen führen. Die Schädigungen, die infolge des Alkoholkonsums der Frau während der Schwangerschaft entstehen, werden unter dem Begriff Fetale Alkoholspektrumstörungen (FASD – fetal alcohol spectrum disorders) zusammengefasst. Schätzungen gehen davon aus, dass in Deutschland jährlich mehr als 10.000 Kinder mit Schädigungen geboren werden, die auf den Alkoholkonsum der Mutter während der Schwangerschaft zurückzuführen sind. Alkohol und sein krebserzeugendes Abbauprodukt Acetaldehyd interferieren mit der Zellteilung und behindern die regelrechte Entwicklung der Organe des ungeborenen Lebens, besonders anfällig ist hierbei das Gehirn. Die FASD sind die häufigsten der potenziell vermeidbaren Erkrankungen, die mit Geburtsanomalien und neuroentwicklungsbedingten Problemen einhergehen. Die FASD bringen somit erhebliche soziale Auswirkungen für die Betroffenen und und sozioökonomische Kosten mit sich. Mit dem Aufbau eines FASD Registers in Deutschland soll die soziale Teilhabe und die schulische und berufliche Ausbildung der Betroffenen verbessert werden. Weiterhin soll ein präventiver Ansatz verfolgt werden und Daten gewonnen werden.

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